Bereits während meiner Schulzeit in der DDR begann ich mich mit dem Verhältnis von Glaube und Wissenschaft zu beschäftigen. Herausgefordert hat mich damals das sogenannte "wissenschaftliche Weltbild", welches durch die atheistische Doktrin der damaligen Diktatur verordnet war. Es verstand sich als direkter Gegensatz zum christlichen Glauben, mit dem ich aufgewachsen war, und überhaupt zu jeglichen religiösen Weltbildern, die als von der Geschichte überholt diffamiert wurden. Auch nach dem Zusammenbruch des Ostblocks sind vom Naturalismus geprägte Weltbilder weit verbreitet und konstruieren Antagonismen zwischen Glaube und Wissenschaft. Eine angemessene Verhältnisbestimmung und einen wertvollen Diskurs in diesen Fragen finde ich im "Ökumenischen Arbeitskreis Glaube und Wissenschaft", dem ich seit inzwischen fast zwanzig Jahren angehöre und seit 15 Jahren moderiere. Hier treffen sich Fachpersonen aus Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Theologie und diskutieren aktuelle Fragen aus ihren unterschiedlichen Perspektiven. Mehr dazu hier auf unserer Website www.glaubeundwissenschaft.ch.
Hier folgen einige meiner wissenschaftlichen Arbeiten:
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt,
lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.
Rainer Maria Rilke